Caffè Cavaliere - BIOfè

biofe
Der Arabica-Kaffee aus ökologisch kontrolliertem Anbau braucht den Vergleich nicht zu scheuen, lediglich ein nicht zu identifizierender Beigeschmack drückt das Testergebnis etwas nach unten.
Eigentlich ist es erschreckend und es sollte einen nachdenklich stimmen, dass ökologisch kontrollierter Anbau von Kaffee bei all den anderen Sorten nicht selbstverständlich ist und hier die Rösterei Cavaliere mit ihrem BIOfè eine Nische besetzen will. Ob es allerdings mehr ist, als eine reine Marketingidee, um auch in den immer stärker werdenden Bio-Märkten als etablierter Kaffeeanbieter vertreten zu sein, steht auf einem anderen Blatt. Lobenswert ist es allemal, und letztlich hat der Konsument die Wahl, für welchen Kaffee er sich entscheidet.
Der Caffè Cavaliere - BIOfè wird anders als die übrigen Sorten der Rösterei nicht in 1kg- oder 3kg-Aromapacks angeboten, sondern nur in einer 250g-Pappschatel mit innenliegender, verschweisster Klarsichtfolie. Die mit einer gesunden Berglandschaft bedruckte Graupappe soll wohl den ökologischen Anspruch des Produkts unterstreichen. Dass man unterm Strich mehr Verpackungsmüll hat, also zur Folie, die in diesem Fall eben durchsichtig ist, auch noch zusätzlich eine Pappschachtel, soll hier nicht unerwähnt bleiben. Wenn schon ökologisch, dann sollte doch bitte auch die Verpackung entsprechend gestaltet sein.
Nun aber zu den inneren Werten dieses Kaffees, denn die sind gar nicht mal so übel. Beim Caffè Cavaliere - BIOfè handelt es sich um 100% Arabica-Bohnen, wie schon erwähnt aus ökologisch kontrolliertem Anbau.
Die Bohnen sind sehr dunkel geröstet, zeigen einen öligen Glanz. In der Packung findet sich kein Bruch.
Mit dieser Arabica-Mischung erreichen wir immerhin 20% Crema, die ganz leichte Tigerstreifen bildet, aber nicht sehr stabil ist.
Der frische Espresso duftet floral und etwas nussig. Beim Geschmack treten hauptsächlich die feine Säure und eine karamellartige Süsse hervor. Die bittere Note vermissen wir bei diesem Espresso gänzlich, weshalb das Aroma zwar kräftig, aber nicht ganz ausgewogen erscheint. Zudem stellen wir einen nicht identifizierbaren Beigeschmack fest, der den durchaus positiven Gesamteindruck etwas trübt. Eigentlich schade: Wäre dieser Beigeschmack nicht gewesen, hätte das Testergebnis deutlich besser ausgesehen.

Unsere Bewertung:
e2 c1