Caffé Fausto Espresso India Monsooned Malabar

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Unser heutiger Testkandidat stammt wieder von der Rösterei Caffé Fausto in München. Es handelt sich dabei um die Sorte „Espresso India Monsooned Malabar“.
Für Kenner ist dieser Kaffe allein schon wegen des Aufbereitungsverfahrens interessant: Früher, als der Kaffee noch per Segelschiff nach Europa transportiert wurde, waren die ungerösteten Bohnen oft monatelang hoher Luftfeuchtigkeit und Regen ausgesetzt, wodurch die Bohnen einen Gelbstich bekamen und der Kaffee seinen Geschmack veränderte.
Die Konsumenten in Europa hatten sich an diesen Geschmack gewöhnt und vermissten ihn, als sich die Verschiffungszeiten des Rohkaffees durch das vermehrte Aufkommen von Dampfschiffen drastisch verkürzten. Um den europäischen Kaffeeliebhabern auch weiterhin den gewohnten Geschmack bieten zu können, wurde das sogenannte „Monsooning“ erfunden. Dabei werden die grünen Bohnen nach der Ernte für mehrere Wochen in offenen Lagerhäusern Wind und Regen (Monsoon) ausgesetzt. Traditionell wird diese Methode in Malabar, einer Region an der Westküste Indiens angewandt.
Der von uns getestete Monsooned Malabar von Caffé Fausto hat extrem viel Crema. Diese ist dunkel, etwas grobporiger als bei anderen Kaffeesorten und dementsprechend auch nicht ganz so stabil. Es empfiehlt sich daher, den frisch gerösteten Kaffee erst ein paar Tage in der Packung liegen zu lassen; die Crema wird dadurch feinporiger und stabiler.
Geschmacklich ist der „Espresso India Monsooned Malabar“ sehr ausgewogen, feinwürzig und schokoladig. Auch die etwas grobporigere Crema tut dem keinen Abbruch; der Kaffee ist sowohl als purer Espresso, als auch in Kombination mit Milch einer der Besten, die wir jemals getestet haben!

Unsere Bewertung:
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